Donnerstag, 17. April 2008

Stockholm und Lappland I

Seit Dienstag bin ich nun wieder zurück in der Zivilisation! In 6 Tagen haben Therese und ich viele viele Fotos und richtig relaxten Urlaub gemacht! Am Donnerstag sind wir in aller Frühe mit dem Zug nach Stockholm aufgebrochen. Allerdings wäre unsere Reise schon fast zuende gewesen, bevor sie überhaupt angefangen hatte, denn das Taxi was wir zu um 5.00 Uhr bestellt hatten, kam erst um 5.17 und um 5.28 fuhr bereits unsere Bahn. Man kann also sagen, dass wir wirklich Just-in-time waren. Nach diesem Adrenalinkick am frühen Morgen und nem Kaffee im Zug war mir erstmal für den Rest der Fahrt total übel. Ob es nun an dem morgendlichen Schock oder dem Kaffee oder beidem lag, weiß ich nicht, aber die Angst vor einer ernsthaften Magen-Darm-Grippe legte sich dann glücklicherweise, als wir in Stockholm ankamen. Da wir schon um 10.00 in Stockholm waren, hatten wir also noch den ganzen Tag vor uns, um unser 1-Tages-Speed-Sightseeing durchzuziehen. Auch wenn das Wetter leider nicht ganz so gut war, wie angesagt, haben die Haupt-Sehenswürdigkeiten wie das Schloss, das Opernhaus, das Tivoli, das Vasamuseum, Junibacken und natürlich Gamla Stan abgeklappert.

Übernachtet haben wir so richtig stilecht auf einem zum Hotel und Hostel umgebauten Schiff (Petrine lässt grüßen *g*). Da das Wetter am Freitag dann deutlich besser war, hatten wir natürlich von unserem Schiff aus einen wundervollen Ausblick auf die vielen schönen Gebäude Stockholms im Sonnenaufgang.

Um 12.30 ging dann unser Flieger vom Flughafen Stockholm Arlanda in den hohen Norden. Obowohl man, wenn man mit dem Zug von Lund nach Kiruna gefahren wäre, 26 Stunden unterwegs gewesen wäre, waren wir mit dem Flugzeug in 1 1/2 Stunden "im Winter" angekommen. Wir wurden in Kiruna von strahlendem Sonnenschein und ca. 1-1,5 m Schnee empfangen. Vom Flughafen mussten wir dann mit einer Strechlimousine (naja, eigentlich war es ein stinknormales Taxi, nur der Preis war wie bei ner Stretchlimo... 35€ für 15 min Fahrt! Ich plädiere für illegales Gebietskartell!!!!) zur Touristeninformation in Kiruna gefahren, wo wir den Schlüssel für die Wohnung abholen mussten. Die Wohnung war, wie sollte es auch anders sein, 100% IKEA. Aber dafür eben wirklich schön eingerichtet und total neu. Die Wohnung lag im Tiefparterre eines Wohnhauses und hatte als Nebenräume noch einen großen Duschraum mit Sauna und Solarium, was wir auch alles mitbenutzen durften.

Am Samstag haben wir den Tag erstmal ruhig angehen lassen. Ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt. Dann sind wir losgegangen, um uns die vielen Sehenswürdigkeiten der Weltstadt Kiruna anzusehen... Also, das wäre dann die Kirche und .... äähm, hmm... keine Ahnung! Also, wenn ihr mich fragt, hat Kiruna außer Schnee absolut gar nichts zu bieten.

Wir sind dann noch zur Touristeninformation gegangen und haben uns artig Postkarten gekauft um all unsere Lieben zuhause mit ein paar ungewöhnlichen Grüßen aus Lappland zu erfreuen!

Am Abend erwartete uns dann das erste Highlight, was sich jedoch im Nachhinein als "Lowlight" herausstellte. Denn da es während der gesamten Tour noch taghell war, wir demnach also kein Nordlicht sehen konnten, uns nicht mal Elche oder Rentiere begegnet sind, die Tour statt 3 Stunden nur knappe 2 Stunden ging und die Schlittenführerin sich die gesamte Zeit fröhlich mit Therese auf schwedisch unterhalten hat, war es alles in allem etwas anders, als ich mir das vorgestellt hatte. Naja, immerhin die Schlittentour war ein aufregendes Erlebnis...

Am Sonntag sind wir dann um 10.30 mit der Bahn ca. 1 Stunde in den Nationalpark Abisko gefahren. Mehr als ein paar Häuser und eine Tourist Station mit Hotel erwartete uns da jedoch auch nicht. Immerhin war das Wetter super und so sind wir dann mit einem Sessellift auf den 900m hohen Berg Nuolja gefahren und haben die 4 Stunden, bis unser Zug zurück nach Kiruna ging, im Panorama Café verbracht. Das Café war eine Holzhütte auf dem Gipfel des Berges mit einer kleinen Terasse mit Bänken und einer einfach einmaligen Aussicht. Wir haben die Sonne und die Aussicht genossen und nebenbei leckeren heißen Kakao getrunken.

Am Montag stand das Eishotel in Jukkasjärvi auf dem Programm und gleichzeitig damit begann auch unsere Glückssträhne, die bis zum Ende der Reise anhielt. Die Vermieterin (Ulla) unserer Wohnung, eine Bekannte von Therese, rief uns am Sonntag an und erzählte, dass sie am Montag selbst in Jukkasjärvi sei und uns um 15.00 mit dem Auto mit zurück nehmen könnte und dass ihre Tochter Freikarten für das Eishotel besäße und wir sie einfach anrufen sollten, wenn wir die haben wollten. Gesagt, getan. Am Montag morgen holten wir uns die Freikarten bei Jenny ab und sie bot uns sogar an, dass wir gern später wieder zu ihr kommen könnten, wenn uns kalt geworden sei. Über dieses Angebot waren wir später dann mehr als glücklich, denn wir hatten das Eishotel innerhalb einer Stunde abgegrast und waren wirklich durchgefroren (welch ein Wunder, wenn man sich im Eishotel befindet... ist schon mit nem Gefrierschrank vergleichbar!). Somit gingen wir dann zurück zu Jenny, die uns dann netterweise noch einen heißen Kakao machte und wo wir uns bis um 15.00 aufhalten konnten. Auf der Autofahrt später erfuhren wir dann von Ulla, dass die Wohnung statt der angenommenen 1000 SEK nur 400SEK koste, was umgerechnet also ca. 25 € für 4 Übernachtungen macht und echt n Witz ist. Außerdem lud sie uns für den Dienstag noch zum Pannkakor-Essen ein und bot uns an, uns zum Flughafen zu fahren. Durch all diese glücklichen Wendungen konnten wir also am Ende noch echtes Geld sparen.

Am Dienstag ging es dann also gen "Heimat". Da es in der Zwischenzeit tagsüber immer wieder geschneit hatte und sehr trüb war, hatten wir schon bedenken, ob der Flieger wohl überhaupt starten könne, aber am Dienstag war dann wie schon am Freitag wolkenloser Himmel. Somit stand dem Abflug nichts im Wege. Und auch die weiteren Teile der Reise, Fahrt mit dem Flughafenbus von Stockholm Arlanda nach Stockholm Bromma, Flug von Stockholm nach Malmö und die Fahrt mit dem Bus von Malmö nach Lund, klappten glücklicherweise problemlos.

So waren wir also gegen 21.30 wieder gut zuhause angekommen und waren dann doch ganz froh wieder zurück im normalen Leben zu sein und Menschen um uns zu haben.
Und hier nun noch ein paar Eindrücke von der Reise. Für alle Bilder ist leider nicht genung Platz.
Hmm... nein Fotos folgen wohl erst später... kleine technische Probleme...

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